Über mich

Wie ich hierhin gekommen bin.

Ich habe in 18 Jahren gelernt, dass die meisten Probleme in Großküchen kein Erkenntnisproblem sind. Sondern ein Umsetzungsproblem.

Steffen Lübow, Berater für Gemeinschaftsverpflegung

Vier Stationen, die mich hierher gebracht haben.

Anfang 2008 – September 2009

Wo alles begann.

Küchenhilfe und Menüberater im Klinikum Darmstadt. Das erste Mal Klinikverpflegung von innen — und die erste Erfahrung damit, dass Speiseplan nicht nur ein Menü ist, sondern eine Übersetzung zwischen dem, was der Patient braucht, und dem, was die Küche liefern kann.

Der Anfangspunkt, aus dem später die ganze Beratungs-Perspektive erwuchs.

2009 – 2020

Vom Herd in die Pflege.

Ausbildung zum Koch beim Landessportbund Hessen. Mittendrin angefangen, Ökotrophologie zu studieren — weil mir am Herd klar wurde, dass ich verstehen wollte, was Nahrung mit Menschen wirklich macht. Bachelor an der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Dann der Sprung in die Care-Welt: erste Interimsleitungen im Klinikum, Küchenleitung in zwei, zwischendurch drei Seniorenheimen. Parallel der Master in Prävention und Gesundheitsmanagement an der DHfPG. Danach noch Gesundheitsmanagement bei einer gesetzlichen Krankenkasse. Bewohner sind keine Gäste — sie sind angewiesen. Das habe ich hier gelernt.

2021 – 2025

Catering-Konzern. Standards für hundert Betriebe.

Vier Jahre in einem der großen deutschen Catering-Konzerne. Erst als Produkt- und Menümanager Standards für rund hundert Betriebe entwickelt. Dann als Operation Excellence Manager im Care-Catering die operative Seite: Wirtschaftlichkeit, Hygiene, Cook & Chill für fünfzehn Betriebe, Umstellung von Tablett- auf Wagenservice in der Seniorenheimverpflegung.

Hier wurde mir klar: Küchen scheitern selten am Kochen. Sondern daran, dass Übergaben, Verantwortung und Kommunikation nicht funktionieren.

ab Februar 2026

Selbstständig — Notfallsanierung und Mangelernährung.

Seit Februar 2026 begleite ich Einrichtungen eigenständig — unter laufendem Betrieb, in Krisen und in strukturellen Umbrüchen. Über 180 Küchen sind es inzwischen in Pflege, Klinik, Betriebsgastronomie, Catering, Zentralküchen und Bildungseinrichtungen.

Die Muster unterscheiden sich. Der Druck dahinter oft nicht.

Parallel schließe ich aktuell eine Coach-Ausbildung ab — weil operative Stabilisierung am Ende immer auch eine Frage von Führung und Kommunikation ist.

Drei Welten zusammendenken.

Aus dieser Mischung — Koch, Ökotrophologie, Master in Prävention und Gesundheitsmanagement, Coach-Ausbildung, Erfahrung in Care, Catering und betrieblichem Gesundheitsmanagement — ist das geworden, was ich heute mache:

Nicht reine Beratung. Nicht Catering-Praxis. Nicht klinische Ernährungsmedizin.

Sondern ein Zwischenraum, in dem die drei Welten zusammenkommen. Verpflegung in Klinik und Pflege ist mehr als ein Mittagsmenü — sie ist Teil der Versorgung, der Lebensqualität, der Behandlung. Und sie funktioniert nur, wenn Küche, Pflege und Organisation tatsächlich miteinander arbeiten — nicht nebeneinander.

Was sich aus diesem Weg ergibt.

Aus diesem Weg ist eine sehr bestimmte Haltung geworden: Ich schaue zuerst auf die Organisation, dann auf die Technik. Auf das Team, dann auf den Prozess. Auf die Schnittstellen, dann auf die einzelne Position. Und ich gehe in die Küche, bevor ich urteile — weil sich vieles erst dort zeigt, was im Bericht fehlt.

„Gute Teams scheitern selten am Können — sondern am Drumherum."

Was ich mache — und was ich nicht mache.

So arbeite ich

  • Operativ in der Küche, nicht aus dem Konferenzraum.
  • Tage vor Ort, Begleitung über Wochen.
  • Beobachten, bevor ich urteile.
  • Übergabe an die interne Verantwortung als Teil meiner Arbeit — nicht als optionaler Schluss.

So arbeite ich nicht

  • Keine Beratung aus der Distanz.
  • Keine 80-Seiten-Konzepte, die niemand liest.
  • Keine Dauerabhängigkeit.
  • Keine Mandate, die nur funktionieren, solange ich da bin.

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